Sächsische Wissenschaftler feiern Verlängerung eines Top-Forschungsprogramms
Donnerstag, 20. November 2008
Dresden/Freiberg. Erneut ein großer Erfolg für die Forschung in Sachsen: Rund 11 Millionen Euro fließen in den nächsten vier Jahren nach Dresden und Freiberg, um die Grundlagenforschung rund um die magnetische Kontrolle von Strömungen leitfähiger Flüssigkeiten zu fördern. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Verlängerung der Förderung des Sonderforschungsbereiches 609 „Elektromagnetische Strömungsbeeinflussung in Metallurgie, Kristallzüchtung und Elektrochemie“ beschlossen. Auf der
Herbstsitzung des Bewilligungsausschusses der DFG in Bonn wurden damit heute die Weichen für die dritte Phase des seit 2002 laufenden Programms gestellt, an dem mehrere Partner beteiligt sind. Dies teilte die TU Dresden heute mit.Der Sonderforschungsbereich „Elektromagnetische Strömungsbeeinflussung in Metallurgie, Kristallzüchtung und Elektrochemie“ verbindet in beispielhafter Weise die Forschung an der TU Dresden mit außeruniversitären Partnern. Neben dem Forschungszentrum Dresden-Rossendorf tragen die TU Bergakademie Freiberg und das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden mit
Projekten zum Erfolg des Programms bei.
Strömungen in elektrisch leitfähigen Fluiden treten beim Stahlgießen, der Kristallzucht oder in der Elektrochemie auf. Sie haben entscheidenden Einfluss auf diese wichtigen Technologien. Die am SFB
beteiligten rund 60 Professoren, wissenschaftlichen und technischen Mitarbeiter können durch maßgeschneiderte Magnetfelder derartige Strömungen gezielt beeinflussen und die betroffenen Prozesse optimieren. Zentraler Reiz und Herausforderung des Forschungsprogramms ist die Verbindung von experimenteller und theoretischer Grundlagenforschung. Sie liefert einerseits das Verständnis der relevanten Vorgänge und spiegelt dieses wiederum in die Anwendung in der Technik. Die Umsetzung der in der Grundlagenforschung erarbeiteten Erkenntnisse in anwendungsnahe Situationen konnte schon in zahlreichen Ergebnissen dokumentiert werden. Für die kommende Förderperiode ist der Einsatz magnetischer Felder zur Strömungskontrolle auch an großtechnischen Anlagen geplant.
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